über uns

Über uns

 

Nicole Düppenbecker, 44 Jahre, selbständig, Einzelunternehmerin Seniorenbetreuung mit Herz seit April 2014, 4 Kinder:

 

1999 zog ich in das Mehrfamilienhaus meiner damals noch nicht pflegebedürftigen Großmutter in Siegburg. Wir lebten das Mehrgenerationen Wohnmodell.

 

Mit den Jahren verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand und sie erkrankte unter anderem an Alzheimer Demenz mit Wahnvorstellungen.

 

Nach mehreren Aufenthalten in verschiedenen Krankenhäusern und auch Pflegeheimen (zur Kurzzeitpflege) entschied ich mich, meine Großmutter ganzheitlich zuhause zu betreuen und zu versorgen.

 

Unter keinen Umständen wollte sie aus ihrem geliebten Haus, und in ein Pflegeheim umziehen.

Ich beschloss ihr diesen Wunsch zu erfüllen, da ich mich moralisch auch dazu verpflichtet fühlte. Sie hatte sich ebenso um mich und die anderen Enkelkinder immer gekümmert, hier in unserem Mehrfamilienhaus, in dem wir alle zusammen gelebt haben, so wie es sich meine Großmutter immer gewünscht hatte.

 

Was es allerdings bedeutet, sich um einen schwerstpflegebedürftigen Angehörigen 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, und 365 Tage im Jahr zu kümmern, wurde mir erst später bewusst. Schließlich waren da ja auch noch meine Kinder. Sie sind mit dieser Situation aufgewachsen, mussten oft zurück stecken und haben mitgeholfen.

 

Ich kam sehr oft an meine Grenzen, jedoch habe ich diese Entscheidung nie bereut. Es war eine der tiefgründigsten und zugleich auch belastendsten Erfahrungen in meinem Leben.

 

Im Jahr 2013 verstarb meine Großmutter in meinem Beisein in ihrem Zuhause. Ich konnte ihr auch diesen Wunsch, nicht alleine und in einer fremden und kalten Umgebung sterben zu müssen, ebenfalls erfüllen.

Diese Erfahrung hat meinen Wunsch nach Veränderung in der Pflege und Begleitung älterer Menschen verstärkt, und ich beschloss mich weiter zu bilden.

 

Nach den Erfahrungen, die ich durch die Begleitung meiner Großmutter in Krankenhäusern und Pflegeheimen machen musste, bekam ich regelrecht Angst vor dem, was uns alle einmal erwartet, wenn wir pflegebedürftig und älter werden. Ich war schockiert über den teilweisen Umgang mit Menschen, die am Ende ihres Weges angekommen sind. Ich fragte mich immer öfter, ob wir vergessen, dass wir ALLE einmal dort ankommen werden, und ob wir uns bewusst darüber sind, dass auch wir dann diesen teilweisen Horror erleben werden!

 

NEIN, so wollte ich nicht enden!

 

Nach Abschluss der Weiterbildung arbeitete ich in zwei verschiedenen ambulanten Pflegediensten. Ich suchte allerdings nach Alternativen. Denn auch hier war der zeitliche Druck enorm.

Und so arbeitete ich ab Februar 2014 in der privat organisierten Wohngemeinschaft Lessingstraße in Siegburg, die ich ab 2014 übernahm, nachdem sie vor dem Aus stand.

 

Es folgte ein steiniger Weg, mit Bürokratie und nicht enden wollenden „Kämpfen“ mit Pflege- und Krankenkassen und Behörden. Ca. 1 ½ Jahre habe ich mich fast ausschließlich mit dem Kampf um Anerkennung der Senioren Wohngemeinschaft mit Herz in der Lessingstraße beschäftigt.

 

Und es hat sich gelohnt! Heute kann ich sagen, ich habe das fast Unmögliche möglich gemacht: Ältere Menschen in einer Umgebung wie Zuhause zu betreuen und ganzheitlich zu begleiten bis zum Schluss. Gemeinsam mit meinem 8köpfigen Team mit Herz können wir dieses neue und einzigartige Konzept leben, und das für teilweise fast 50% geringerem Eigenanteil, als für einen vergleichbaren Platz in einem Seniorenheim in unserer Region. (z.B. bei Pflegestufe III)

 

Eine lange Warteliste gibt mir Recht, dass diese Wohnform, vor allem im Hinblick auf den demografischen Wandel, der Anfang und absolut zukunftsweisend sein sollte!

 

Herzliche Grüße Ihre Nicole Düppenbecker